Überführungstörn von Greifswald nach FehmarnÜberführungstörn der Segelyacht 'WINDFEE', SUN DANCE 36/SO LONG Yachting, in der Zeit vom 8.4.99 – 11.4.99 von Greifswald nach Fehmarn.
Nachfolgend eine E-mail von unserem Kunden Gunter Binkowski, der diesen Törnbericht freundlicher Weise zur Verfügung gestellt hat. Überführungstörn 1/99 – ein Erlebnisbericht Greifswald – Burgtiefe Wo ist der Hafen mit der gemütlichsten Gaststätte? Im Urlaub eine Überlegung wert, aber nicht bei einem Überführungstörn. Wir wollten mit Achim (Hans-Joachim Goergens, Inhaber von SO LONG Yachting), unserem Skipper, eine SUN DANCE 36 von Greifswald nach Burgtiefe auf Fehmarn überführen. Dazu hatten wir drei Tage Zeit. Hört sich viel an, aber würde das Wetter mitspielen?
1. Tag Um 09. 00 Uhr legten wir in Greifswald ab, gingen durch die idyllische Klappbrücke in Greifswald-Wieck und schon begrüßte uns der Bodden mit SW-6. Mit einigem Kreuzen kamen wir unter Segel bis Stralsund. Ruhe im Schiff! Die Ziegelgrabenbrücke öffnet erst um 17. 50 Uhr. Und dann über Funk, ein Zug hat Verspätung, die Öffnung verzögert sich. Die Bundesbahn läßt grüßen! Regen und Sicht unter einer Seemeile – durch die Vierdehlenrinne der Nordansteuerung mußten wir sehr exakt motoren. Der Hafen Barhöft mit seiner gemütlichen Gaststätte war um 21. 00 Uhr unser Tagesziel.
2. Tag Mit Sonnenschein und SW bis W-6 segelten wir raus auf die Ostsee. Hoppla! Hier wird es für einige etwas ungemütlich. Aber trotz des Seeganges kochte Achim ein exellentes Mittag. Natürlich war wieder eine Kreuz angesagt, denn wir wollten ja zur Insel Fehmarn. In der Nähe des Verkehrstrennungsgebietes konnten wir die berüchtigten Schnellfähren aus der Nähe beobachten. Warnemünde oder Gedser? Welcher Hafen war günstiger für den Törn am Sonntag? Der Seewetterbericht sagte Wind aus W bis NW voraus. Also Gedser. Mit Einbruch der Dunkelheit hieß es nach 65 sm 'Leinen fest'! Ein kräftiger Schluck rundete den Tag ab, war es doch für fünf Segler die erste 'Ostseequerung'. |  |
3. Tag Sonntag früh – der erste Blick gilt dem Wind. Mist, wieder SW. Eine anstrengende Kreuz steht uns bevor. Noch scheint die Sonne, aber nach zwei Stunden frischt der Wind auf Stärke 7 auf. Jetzt wird es 'gemütlich'. Dicke Wolkenbänke ziehen auf. Hagel, Regen und Böen der Stärke 9 lassen uns nicht mehr zur Ruhe kommen. |  |
Erlebnis pur! Mittags hatten wir die Insel in Sicht, doch es vergingen acht Stunden, ehe wir um 21. 00 Uhr in der Marina Burgtiefe fest am Dalben lagen. 165 sm in drei Tagen bei wechselnen Wetterbedingungen hinterließen bei einigen 'tiefe' Spuren.
Ja, ein Überführugstörn hat eben seine eigenen Gesetze! Gunter Binkowski

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